GIPFELERLEBNISSE

 

 

   

Eines meiner Erstlingswerke als Bauleiter:
Druckereigebäude Wagner in Kornwestheim.
Die Bauherrin Margot Wagner, eine tolle Geschäftsfrau und ein toller Mensch verabredete den Bau dieses Gebäudes mit mir ohne Vertrag. Als mündlicher Handschlagvertrag. Wir hatten verabredet, dass die Bauherrschaft nach Fertigstellung des Gebäudes völlig frei festlegt, was meine Leistung wert ist. Beim Abrechnungsgespräch nach Fertigstellung fuhr ich mit einer Honorarvorstellung nach Kornwestheim. Und die Bauherren nannten exakt ! den Betrag, den ich mir selbst vorstellte. Das ist Vertrag - denn Vertrag kommt von vertragen. Und das kann nicht "erzwungen" werden. Aber es kann entstehen. Indem der eine sich bemüht und engagiert. Und indem der andere das Bemühen und das Engagement respektiert und wertschätzt. So war dies bei der Druckerei Wagner in Kornwestheim.

Gutes Leben heißt Sinngebung.
Es machte mir immer Freude und war auch ein Stück gelebte Verantwortung, jungen Menschen eine Chance zum beruflichen Einstieg zu geben. Durch Praktikumsplätze, Ausbildungsplätze oder Arbeitsplätze. Das sind Werte, die nie vergehen - gemeinsam etwas anfangen, etwas unternehmen.
Auf dem Bild einige der vielen, vielen Jugendlichen und Auszubildenden, die mir auf meinem Lebensweg begegnet sind.



Gewinner des Wettbewerbes "Frauen- und familienfreundlicher Betrieb", ausgeschrieben vom Land Baden-Württemberg.

Hier: Bernhard Klenk bei der Preisübergabe mit dem damaligen Minister Dr. Dieter Spöri und weiteren Preisgewinnern der verschiedenen Sparten.



1995 - das Umweltministerium Baden-Württemberg, vertreten durch Umweltminister Harald B. Schäfer verleiht uns den Preis für herausragende Leistungen bei der Förderung des betrieblichen Umweltschutzes und der umweltorientierten Unternehmensführung.
(Bild: Preisübergabe)

Auf dem Bild links der damalige Landtagsabgeordnete und geistige Wegbegleiter Claus Weyrosta.



Ökologische Wohnanlage Großbottwar, Harzberg. Dieses wunderschöne, auch sehr ökologisch orientierte Projekt war zugleich eine gigantische Herausforderung, hauptsächlich bedingt durch die katastrophale Abwicklung der damals mit der Bauleitung beauftragten WD-Wohnbau. Um unseren damaligen Kunden das Vertragsversprechen zu gewährleisten, mussten wir mit viel Zeit, Ärger, Stress und auch Geld die berechtigten Kundenwünsche nachträglich umsetzen.



Wohnanlage "Amselweg", Oberstenfeld (1993)
Den Auftrag erhielten wir nach einem vorangegangenen Wettbewerb durch den Gemeinderat Oberstenfeld. Das Projekt war damals ein Vorzeigeobjekt in punkto Umweltschutz und Ökologie. Die Häuser wurden schon damals als Niedrigenergiehäuser konzipiert und gebaut, mit wahlweisem Einsatz moderner ökologischer Technik, z.B. Regenwassernutzung, Solarnutzung, Brennwerttechnik.



Auch Holzbauprojekte machen Freude !
Das Beschäftigen mit neuen Materialien und neuen Baukonstruktionen. Bauherren, die mit Holz bauen sind oftmals Menschen mit hohen individualistischen Ansprüchen.


Eine gelungene Wohnanlage in Neckarsulm. Damals hatte uns die ursprünglich projektfinanzierende Bank rechtswidrig und einseitig die verbindlich zugesagte Projektfinanzierung entzogen. Es bedeutete eine extreme Herausforderung, die erfolgreich gemeistert wurde.


Gemeinsames Projekt mit der Stadt Marbach "Betreute Altenwohnungen Marbach"



Wohnanlage "Wohnen am Wall" in Bautzen.
Die bisher größte städtebauliche Herausforderung. Initiator war die Familie Prof. Simon. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Wohnanlage befand ich mich auf dem "Gipfel" der beruflichen Entwicklung. Dem Gipfelsturm folgte ein abgrundtiefer Sturz - verbunden mit der sowohl menschlich als auch beruflichen Herausforderung zum Neuanfang unter erschwerten, aber auch lehrreichen Voraussetzungen.

Es kommt immer auf den Standpunkt an. Das, was wir Menschen im Leben als richtig oder falsch, Erfolg oder Misserfolg betrachten, ist immer ! eine Frage der Perspektive. Bei "Wohnen am Wall" hatte ich die Betrachtung des Emporstrebens, obwohl diese Zeit schon vorüber war. Heute habe ich die Betrachtung des "Erhaltens"; obwohl jeder Tag ein positiver Neubeginn und eine gute Fortsetzung des vorangegangenen Tages ist.

Was ich aus all diesem, auch aus den Bauprojekten gelernt habe und lerne: Nicht die Projekte sind es, nicht die Größe ist es - es sind die Menschen. Und unsere eigene Betrachtungsweise, die über gut und böse, richtig oder falsch, groß oder klein, entscheiden.



Landrat Dr. Haas besuchte uns in Oberstenfeld zusammen mit seiner liebenswerten Frau. Auch Doberschauer Freunde waren zu Besuch, Frank Lehmann und Bürgermeister Schulze, sowie der Oberstenfelder Bürgermeister Reinhard Rosner. Ein Mann, mit dem ich manchen Disput ausfocht; oftmals hatten wir unsere Schwierigkeiten miteinander. Trotzdem bemühen sich beide immer wieder auch, aufeinander zuzugehen. Und dies ist die Grundlage für das Miteinander.



Frank Lehmann schenkt mir einien handgefertigten sächsischen Vogelnistkasten. Wohlwissend, dass ich bei unseren Bauprojekten immer auch auf ökologische Aspekte Wert legte.
Die Dame rechts hat uns eine ebenfalls handgefertigte sächsische Blumenvase mitgebracht. Beides, den Nistkasten und die Blumenvase halte ich aus Respekt und Anerkennung gegenüber meinen sächsischen Freunden noch immer in Ehren.



Die Bauprojekt Schwaben AG, früher, bevor ich die Firma verkaufen musste, Bauprojekt Klenk AG, hatte bei der Insolvenz der G+K/NOVA einen gigantischen, existentiellen Forderungsverlust. Es wäre leichter gewesen, davon zu laufen. Wir hielten Stand - dafür Danke vor allem an Rudolf Thürmer ! Von 2003 bis 2005 wurden die Grundsteine gelegt, durch unendlich mühsames Arbeiten für eine Firma, die wieder eine Perspektive hat. Danke all denen, die geholfen haben, in vielen durchaus ein verzweifelnden Stunden ! Aufsichtsräte, Aktionäre, Kunden und Handwerker/Geschäftspartner. Vor allem aber: Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Wird es geschätzt, wenn eine Firma 4 Jugendlichen eine Ausbildung bietet ? Arbeitsplätze und damit Zukunft anbietet ? Praktiktenplätze und soziales Engagement ? Wird es geschätzt, wenn die Menschen in dieser Firma alles, wirklich alles geben ? Und ich freue mich jeden Tag mehr, trotz aller Belastungen, wenn ich sehe, wie sich junge Menschen zu Leistungsträgern entwickeln. Und wenn Kunden und Geschäftspartner Vertrauen entwickeln - und mit viel Engagement liebevoll, ehrlich und schwäbisch bedient werden. Darauf bin ich stolz.